Omas bestes Rotkraut

Auch in unserer Familie haben wir einige dieser traditionellen Gerichte, die jeder liebt, egal ob alt oder jung.  Seit ich denken kann kommt am 25. Dezember die ganze Familie bei meiner Oma (der Mama meiner Mama) zusammen zum Truthahn essen. Der Truthahn wird gefüllt mit Serviettenknödel und im Bratensaft schmoren Kartoffeln und Schalotten mit, mmmmh einfach nur köstlich. Dieses Essen ist wirklich jedes Jahr ein absolutes Highlight, trotz denn sowieso unglaublichen Kochkünsten meiner Oma. Doch dieses wunderbare Essen wäre nicht dasselbe ohne dem Rotkraut, das meine andere Oma (Papas Mama) jedes Jahr zum Fest mitbringt. Der Haken an so oft gekochten Rezepten ist meist, dass es gar kein Rezept gibt, denn die jahrelange Erfahrung reicht für erfahrene Köchinnen wie meine beiden Omas völlig aus. Ich habe es nun trotzdem versucht, für euch nieder zuschreiben. Es ist wirklich keine Hexerei, denn man kann sich wunderbar an den individuell perfekten Geschmack herantasten, wenn man die einzelnen Geschmackskomponenten kennt.

P.S.: am nächsten Tag schmeckt es meistens noch besser, weil die wunderbaren Aromen Zeit hatten richtig in das Rotkraut zu ziehen.


Du brauchst:

  • einen Kopf Rotkohl, fein gehachelt
  • 2 Zwiebeln, gewürfelt
  • 2 Äpfel, gerieben
  • 1 oder 2 Tasse(n) Rotwein
  • 1 Tasse Gemüsebrühe
  • 3 EL Balsamico
  • 3 Lorbeerblätter, 5 Wacholderbeeren, etwas Piment und ein paar Prisen Zimt, je nach Geschmack
  • Salz und Pfeffer
  • um genügend Süße in euer Rotkraut zu bekommen: Brauner Zucker oder Apfelsaft oder Glühwein, oder auch eine Kombination davon

So geht’s:

Die Zwiebeln in einem sehr großen Topf anschwitzen, das Kraut und die Äpfel dazugeben und kurz mitbraten. Entscheidet ihr euch für Glühwein, dann gebt ihr nun die Tasse Rotwein (gerne auch mehr) und einen guuuten Schuss Glühwein hinzu. Lasst es ein bisschen reduzieren und gebt währenddessen die Gewürze hinein.

Gießt das Ganze nun mit Gemüsebrühe an. Falls ihr statt dem Glühwein die Süße lieber über Apfelsaft in euer Rotkraut bringen wollt, dann gebt ihn nun hinzu. Auch der optionale braune Zucker, das Salz und das Pfeffer sowie der Balsamico kommen nun hinein. Lasst es kurz aufkochen.

Reduziert nun die Hitze auf eine sehr niedrige Stufe (bei mir ist es zunächst 3 von 9 und später sogar Stufe  1 oder 2) und lasst das Rotkraut für circa eine Stunde köcheln bis es schön weich gekocht ist.

Nun kommt die Kür: ihr  müsst die richtige Balance zwischen Säure, Süße und Salz finden. Würzt nach mit Balsamico, braunem Zucker oder Apfelsaft und natürlich mit Salz und fertig 🙂


Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen und ich zähle die Tage, bis endlich wieder der 25. Dezember ist. Bis dahin gibt es in meiner WG die gesündere Variante mit Apfelsaft statt Zucker und dazu eine „vegetarische Bratensoße“ mit Spätzle 🙂

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