Kartoffelsalat – unkompliziert, oberlecker und ohne Mayonnaise

Kartoffelsalate werden bei uns in der Familie seit jeher zelebriert. Als ich klein war, gab es jeden Sonntag entweder bei der einen oder bei der anderen Oma Schnitzel mit Mayonnaisekartoffelsalat. Beide hatten ihr eigenes, heiliges und super leckeres Rezept.

Meine Mama und ich üben heute noch, sie genauso hinzubekommen und es ist nicht selten passiert, dass wir sonntags mit einer großen Schüssel Kartoffelsalat zu Oma zum Abschmecken fahren mussten!

Dieses Rezept für einen Kartoffelsalat der etwas anderen Art liegt mir besonders am Herzen, da es so spontan und ganz natürlich entstanden ist, dass man meinen könnte, es hat sich selbst erfunden. Seither gibt’s bei meiner Mama daheim mindestens einmal in der Woche meinen Kartoffelsalat und das macht mich mächtig stolz! Zum Abschmecken muss sie übrigens nicht zu mir kommen – hier gilt nämlich einhundert Prozent Gelinggarantie.

Die Kartoffeln erinnern an die Feuerkartoffeln die man nachts aus dem Lagefeuer fischt – schmecken also eindeutig nach Abenteuer. Das Dressing ist eine Honig-Senf-Soße, die man so ähnlich zu geräuchertem Fisch reicht. Der Kartoffelsalat kann perfekt um verschiedene Komponenten erweitert werden: frische Kräuter, Rucola, Spinat, Kohlrabi, Spargel, wachsweich gekochte Eier, Gurken, Räucherforelle oder auch um die Reste der Grillerei vom Vortag – es gibt schier unendliche Möglichkeiten, sodass jede Familie ihre eigene Lieblingsversion entwickeln kann.

Hier habe ich meine drei liebsten Versionen für euch zusammengestellt: einmal vegan (ohne Honig), vegetarisch und mit Fisch. Viel Spaß beim nachkochen!

Du brauchst für ein Hauptgericht für 2 oder als Beilage für 4 Personen:

Die Basis:

  • 500g festkochende (speckige) Kartoffeln
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Senf (mittelscharf, Estragon oder Dijon passen beide wunderbar)
  • 3 EL Olivenöl, plus etwas mehr für die Kartoffeln
  • eine Knoblauchzehe, gepresst
  • Salz und Pfeffer

Variation 1: Vegan

  • 1 EL Agavendicksaft statt dem Honig
  • eine Handvoll Spinat (frisch oder aufgetaut)
  • einen kleinen Kohlrabi, geschält und gewürfelt
  • 1 EL Kräuter zum Beispiel Schnittlauch, Petersilie und Thymian
  • eine Frühlingszwiebel, in Ringen

Variation 2: Vegetarisch

  • 3 wachsweich gekochte Eier, geschält und geviertelt
  • 50g Bergkäse, gewürfelt oder grob gerieben
  • eine Handvoll Spinat oder Rucola
  • ebenfalls 1 EL Kräuter je nach Geschmack (siehe Variation 1)
  • eine Frühlingszwiebel in Ringen

Variation 3: mit Fisch

  • 1 Filet von der Räucherforelle
  • eine Handvoll Rucola
  • 1 EL Dill, gehackt (entweder TK oder frisch)
  • eine halbe Gurke, ohne Kerne und in Scheiben geschnitten

So geht’s:

  1. Den Ofen auf 250 Grad Ober/Unterhitze vorheizen, die Kartoffeln gut waschen, halbieren und mit Olivenöl einreiben. Auf einem Backblech mit der Schnittfläche nach unten verteilen (so werden sie besonders knusprig) und ordentlich salzen.
  2. Die Kartoffeln brauchen ca. 40 Minuten im Ofen, wobei man sie nicht wendet. So rösten sie ordentlich und man bekommt dieses Ofenkartoffel-Aroma.
  3. Währenddessen die übrigen Zutaten vorbereiten, je nachdem für welche Variante man sich entschieden hat.
  4. Für das Dressing: Olivenöl, Senf, Honig und gepressten Knoblauch gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Kräuter kommen ebenfalls in das Dressing (also wie bei den einzelnen Variationen oben beschrieben zum Beispiel Dill oder Petersilie, Thymian ist aber auch lecker).
  5. Wenn die Kartoffeln fertig sind, noch kurz etwas auskühlen lassen und mit dem Dressing und den übrigen Zutaten verrühren. Lauwarm serviert schmeckt der Kartoffelsalat unwiderstehlich, aber auch wenn er bereits abgekühlt ist, ist er eine Wonne!

Viel Spaß beim nachkochen und wenn Ihr eine neue Kombination ausprobiert, dann lasst es mich auf jeden Fall wissen!

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